 Unserer Seite steht als Motto voran – heute beginnt die Zukunft, die wir gestern geplant haben – grenzenlos verantwortungslos. Die grenzenlose Verantwortungslosigkeit möchten wir an Hand der jetzigen Finanzkrise aufzeigen. Insofern wird dies einer der wichtigsten Artikel, die wir hier veröffentlichen, weil er nun das an Fakten belegt, was wir an Details in den vorangegangenen Jahren zusammenzutragen suchten.
Der Gesetzgeber hat seit der Regierung Schröder die folgenden „Steuerbetrugs“-Instrumente gesetzlich gefördert und legitimiert:
Cross Border Leasing; Die steuerlichen Begünstigung von Private Equity Fonds („Heuschrecken“); Die Zulassung der Hedgefonds; Die Gesetzgebung für steuerbegünstigte Immobilienfonds (Real Estate Investment Trusts, REIT); Das PPP Beschleunigungs-Gesetz;
Und bereitet vor:
Die Gesellschaft "Partnerschaften Deutschland Gesellschaft" (PDG) zur Förderung Öffentlich-Privater Partnerschaften (Public Private Partnership - PPP) für staatliche Investitionsmaßnahmen
Wesen all dieser Finanzinstrumente ist das folgende Merkmal:
Scheinwerte, hier in der augenblicklichen Finanzkrise amerikanische Immobilien, massiv überbewertet, dienen zur Kreditsicherung für den Kauf und die Schaffung neuer Scheinwerte durch Hedgefonds, die Ihre „Investitionen“ dann als Verlust steuerrechtlich geltend machen dürfen – im Fall Cross-Border in zwei Ländern gleichzeitig.
„Renommierte“ Wirtschaftsprüfer wie KPMG und Price Waterhouse Coopers segnen diese Finanzinstrumente ab, „renommierte“ Banken geben ihnen Kredite, „renommierte“ Ratingagenturen wie Moodys, Fitch und Standard & Poor’s bescheinigen ihnen hohe Bonität. In Deutschland kennt und deckt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) die Praktiken seit Jahren.
In Wirklichkeit wissen es alle, die damit zu tun haben (dies sind wohl die 10% der Menschen, die unsere DDR-Kanzlerin kennt – die bisher den Aufschwung erlebt haben):
Kreditgeber, Bankenaufseher, Deutsche Bundesbank, Europäische Zentralbank, die US-Notenbank, Wirtschaftsprüfer, Ratingagenturen, Bankenvorstände – es handelt sich um eine einzige große Finanzblase, die an kleinsten Unregelmäßigkeiten der Weltwirtschaft scheitern muss.
Finanzierungsformen der angesprochen Form zu nutzen und zu fördern, heißt, das Prinzip Wirtschaftlichkeit über Bord zu werfen, und das Prinzip Hoffnung oder Betrug an diese Stelle zu setzen (Hoffnung bedeutet in der Politik aber heute auch die Hoffnung auf einen schönen Aufsichtsratsposten).
Von diesen Finanzierungsformen profitieren Anleger, Banken, Berater und Aufsichtsratsvorsitzende mit Renditen in nie gekanntem Maße – bis es eben jetzt zum Knall kommt.
Und das geschieht – in Form des Zusammenbruchs der amerikanischen Immobilienmärkte.
Ernstzunehmende Bankfachleute warnen vor diesem Szenario seit Jahren, wie Dr. Kurt Richebächer in Wahn und Wirklichkeit der US-Wirtschaft, der darin genau die jetzige Entwicklung bereits am 07.10.2002 vorhersagte.
Die Folgen sind - nur als kleiner, aktueller Presse-Auszug:
Wallstreet-Online vom 23.11.2007 Finanzkrise erreicht Pfandbrief-Handel Laut einem Bericht des "Handelsblatt" werten Experten das Aussetzen des geordneten Interbanken-Handels für Jumbo-Pfandbriefe als Alarmsignal für die gesamte Finanzbranche. Der Europäische Pfandbrief-Verband ECBC hatte am Mittwochabend angekündigt, das Stellen von Kaufs- und Verkaufskursen im Handel zwischen Banken bis kommenden Montag auszusetzen. Seit der Einigung auf ein Market-Making vor über zehn Jahren ist es noch nie zu einem solch gravierenden Schritt gekommen.
...Der Risikoaufschlag gegenüber Staatsanleihen hat sich seit dem Sommer im Schnitt auf 0,6 bis einem Prozentpunkt verdoppelt. ... "Der Primärmarkt ist zum Erliegen gekommen", sagte Analyst Packmohr. Noch skeptischer gibt sich die Landesbank Baden-Württemberg. "Sollten die Probleme beim qualitativ hochwertigsten Refinanzierungsinstrument von Banken weiter auf derart hohem Niveau anhalten, so dürfte dies unserer Meinung nach auch nicht ohne Auswirkung auf deren Refinanzierungsmärkte bleiben", hieß es.
Handelsblatt vom 27.11.2007 Hypothekenkrise: Neue Milliarden-Verluste bei der IKB
Bei der Industriebank sind neue Milliardenverluste aufgetaucht. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau, als Teilhaber der Bank, muss Risiken in der Höhe von 4,8 Milliarden Euro absichern. Die Börse strafte das Unternehmen brutal ab. Die Krise um die Mittelstandsbank IKB lässt Finanzminister Peer Steinbrück nicht los: Noch am Vormittag hatte der SPD-Politiker in der Haushaltsdebatte des Bundestags ein Loblied auf die schwarz-rote Finanzpolitik gesungen. Um 13:30 Uhr jedoch musste Steinbrück zum Telefon eilen und sich ein weiteres Mal mit der Düsseldorfer IKB und den Folgen der Finanzmarktkrise herumschlagen.
Rund eine dreiviertel Stunde dauerte die Telefonkonferenz des KfW-Verwaltungsrats. Danach verschickte die staatliche Förderbank, die 38 Prozent der IKB Deutsche Industriebank besitzt, eine Hiobsbotschaft. Die bestätigte Befürchtungen am Finanzmarkt, dass die Bankenkrise noch lange nicht ausgestanden sein dürfte.
IKB büßte zwei Drittel ihres Werts ein
Die KfW muss viel tiefer in die Tasche greifen und jetzt mögliche Kreditausfälle bei der IKB von bis zu 4,8 Milliarden Euro abschirmen. Die Börse reagierte prompt: Die im MDax notierte IKB-Aktie stürzte auf ein Allzeittief. Seitdem im Sommer aufflog, dass die IKB auf dem US-Hypothekenmarkt mit ihrer Zweckgesellschaft "Rhineland Funding" ein viel zu großes Rad drehte, büßte das Institut gemessen an der Marktkapitalisierung mehr als zwei Drittel seines Werts ein.
Die Opposition stellt Steinbrück seit Monaten bohrende Fragen, wie es soweit kommen konnte. Im Aufsichtsrat der IKB sitzen Vertreter von KfW und Finanzministerium. Die FDP fürchtet, dass die Krise die Substanz der KfW gefährden könnte. Die Bankengruppe versorgt den Mittelstand mit Kapital, fördert die Sanierung von Gebäuden, vergibt Studentenkredite und ist in der Entwicklungshilfe aktiv.
Bisher keine Regressansprüche an den Vorstand
Der Topf für allgemeine Bankrisiken der KfW sei mit 5,3 Milliarden Euro gefüllt, "so dass das Ende der Fahnenstange bald erreicht ist", fürchtet FDP-Finanzexperte Frank Schäffler. Erstaunlich sei, dass bislang keine Regressansprüche gegen den früheren IKB-Vorstand erhoben worden seien: "Dies kann nur bedeuten, dass der Aufsichtsrat der IKB frühzeitig über das Engagement der Bank im amerikanischen Subprime-Segment (zweitklassige Hypothekendarlehen) informiert war." Diese Darstellung wurde vom Finanzministerium stets bestritten.
Nach Ansicht von Steinbrück ist das Ausmaß der gesamten Finanzmarktkrise noch nicht abschätzbar. Er sehe mit "Irritation, wie schwer es Bankvorständen fällt, auch nach mehreren Wochen zu ermitteln, welche faulen Forderungen sie in ihren Bilanzen haben", sagte er dem "Handelsblatt". Verwunderlich sei auch, dass die Banken bis Weihnachten noch damit beschäftigt seien, "all diese komischen Produkte auszupacken, die sie sich da ausgedacht hatten".
Zweckgesellschaften sollen wieder in die Bilanzen
Die Bankenszene will jetzt reinen Tisch machen. Der Bundesverband Öffentlicher Banken (VÖB) kündigte an, dass die Landesbanken sich auf strengere Maßstäbe bei der Bilanzierung geeinigt hätten. So sollen ominöse Zweckgesellschaften wie "Rhineland Funding", in denen viele Banken bislang mit verbrieften Kreditrisiken unterlegte Anleihen gebündelt hatten, künftig wieder in den Bilanzen auftauchen.
Der KfW nutzt dies wenig. Die Staatsbank könnten die Fehler der IKB teuer zu stehen kommen. In der Bundesregierung ist bereits seit längerem der Entschluss gereift, dass die KfW ihren IKB-Anteil abstoßen und sich auf ihre Kerngeschäfte konzentrieren soll. Unter Zeitdruck wollte sich der Bund aber nicht setzen lassen, um dem neuen IKB-Vorstand Luft für eine Kurserholung und damit zur Wertsteigerung des Aktienpakets zu geben. Angesichts der Milliardenlöcher, die womöglich mit Steuergeld gestopft werden müssen, könnte Steinbrück aber auch recht bald nach dem Motto verfahren: "Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende."
HANDELSBLATT vom 05.12.2007 Finanzaufseher warnen vor Verwerfungen
Auf die britischen Banken könnten schon bald noch härtere Zeiten zukommen. Gestern warnte die britische Finanzaufsicht FSA die Institute davor, dass sich die Liquiditäts- und Kreditkrise weiter zuspitzen könnte. Vertreter vierer Banken räumten unterdessen schwere Fehler während der Subprime-Krise ein.
"Es besteht die sehr reelle Gefahr, dass sich die Probleme im kommenden Jahr noch einmal verschärfen", betonte Clive Briault, bei der FSA verantwortlich für die Überwachung des Privatkundenmarkts auf einer Tagung der britischen Hypothekenbanken. Briault forderte, dass sich die Geldhäuser schleunigst auf dieses Szenario einstellen müssten.
... Die Hypothekenbank musste von der Regierung mit Notfallkrediten von bislang rund 25 Mrd. Pfund gerettet werden. Allerdings will die Regierung das Geld schnellstmöglich zurück. Nach Einschätzung aus Finanzkreisen soll das Institut noch vor Weihnachten verkauft werden.
...Im Zuge der Kreditkrise mussten Geldhäuser rund um den Globus bislang mehr als 100 Mrd. Dollar abschreiben.
Reuters vom 05.12.2007 Auf die BayernLB könnte einem Zeitungsbericht zufolge wegen der Finanzkrise eine milliardenschwere Abschreibung zukommen.
Das "Handelsblatt" berichtete am Mittwoch unter Berufung auf Insider, die Landesbank werde ihre außerbilanzielle Zweckgesellschaft in die Bilanz nehmen und dafür schätzungsweise gut eine Milliarde Euro an Wertberichtigungen buchen. Wenn sich der Markt 2008 wieder erhole, könnten die Abschreibungen viel niedriger ausfallen. Da der Schritt zusätzliches Eigenkapital binde, denke die BayernLB über eine Kapitalerhöhung im Volumen von 600 Millionen Euro nach.
Soweit unsere kleine, aktuelle Presseschau – die Krise ist also mitnichten vorüber!
An Zynismus nicht mehr zu überbieten ist die Aussage unseres Finanzminister Peer Steinbrück (mit Auszeichnung in Form von zwei verfassungswidrigen Haushalten in NRW) der da formuliert:
Verwunderlich sei auch, dass die Banken bis Weihnachten noch damit beschäftigt seien, "all diese komischen Produkte auszupacken, die sie sich da ausgedacht hatten".
Wie schon Eingangs dargestellt, hat die Bundesregierung wesentlichen Anteil beim Einpacken all dieser „komischen Produkte“ in Form von gesetzlichen Regelungen genommen, und damit eklatant der Enteignung der eigenen Bürger Vorschub geleistet, und sie leistet dies noch heute.
Denn die Enteignung beginnt in dieser Bankenkrise am Sonntag, dem 29.07.2007, mit einer Sondersitzung der namhaften Bankenvorstände, in der Peer Steinbrück - ohne demokratisch das Landesparlament entscheiden zu lassen, die erste Stützung der angeschlagenen IKB in Form von 3,5 Milliarden Euro als Sonderkredit der staatlichen KfW-Bank verfügt.
Dies geschieht deshalb so schnell, so Joseph Ackermann von der Deutschen Bank, weil am Montag schon ohne die Stützung der IKB „eine Bombe geplatzt wäre, die zu den größten Verwerfungen auf dem deutschen Markt geführt hätte“. (Financial Times Deutschland, 05.09.2007)
Die Bankenkrise geht somit viel tiefer, als in der Presse offiziell dokumentiert, demokratische Strukturen werden auf Grund der Dramatik an diesem Sonntag gar nicht mehr eingebunden, und auf Grund des Zeitdruckes kann man dies auch gar nicht mehr. Die Regierung hat schlicht und einfach Angst vor den Folgen!
Nach den aktuellen Meldungen sind es inzwischen 4,8 Milliarden Euro, die als Kreditausfälle abzuschirmen sind; die staatliche KfW hält vorsorglich schon einmal 5,3 Milliarden Euro bereit.
Wie erwähnt, ist die KfW eine Staatliche Bank – die Ausfälle trägt somit wer? – richtig! der Steuerzahler!
Verantwortung und Anklage der Vorstände nach § 400 des Aktiengesetzes – Fehlanzeige!
Die gleiche Hektik macht sich am 24./25. und 26.08.2007 bei der SachsenLB breit. Diese verspekulierte 17,3 Milliarden Euro – höher als der gesamte Landeshaushalt des Landes Sachsen von 16 Milliarden Euro! Aufgefangen wurde die Bank bekanntlich dann bis Montag, den 27.08.2007 – auch ohne demokratische Entscheidung –, indem die in Landesbesitz befindlichen, bedeutend wertvolleren Gesellschaftsanteile der Bank vom CDU-Ministerpräsidenten Georg Milbradt für 300 Millionen Euro an die LBBW – Landesbank Baden-Würtemberg verzockt wurden – als Bedingung für die Kreditübernahme der verspekulierten 17,3 Milliarden Euro.
Die Hektik und die Ausklammerung parlamentarischer Entscheidungen wurde auch hier nötig, weil am 27.08.2007 17,3 Milliarden Euro fällig wurden, die bei Nichtbegleichung gleich die nächste „Bankenbombe“ hätten platzen lassen – mit nicht absehbaren Fernwirkungen.
Wesentlichen Anteil am Grund dieser Pleite trägt CDU Ministerpräsident Georg Milbradt , der das „Irische Abenteuer“ der Bank einfädelte – mit den Folgen, die Sie bei der FAZ nachlesen können:
Krise der Sächsischen Landesbank Fazit: Das Land Sachsen ist seine Landesbank los, wieviel Geld der irische Patient die öffentliche Hand und damit den Steuerzahler kosten könnte, ist derzeit nicht abzusehen.
Verantwortung und Anklage der Vorstände nach § 400 des Aktiengesetzes – Fehlanzeige!
Die „Verantwortlichen“ der zweiten Linie, die Vorstände und Topmanager der IKB, der SachsenLB usw. werden zwar teilweise entlassen oder treten zurück. Aber eine Strafe und vor allem eine zivilrechtliche Konsequenz haben sie nicht zu erwarten. Ihre ohnehin üppigen Pensionen bleiben ihnen erhalten. In der „Öffentlichkeit“ ist ihr Ruf zwar etwas beschädigt, aber nicht in ihrem Finanzmilieu; um ihren nächsten Arbeitsplatz brauchen sie sich keine Sorgen zu machen.
Wir erinnern - Im Zuge der Kreditkrise mussten Geldhäuser rund um den Globus bislang mehr als 100 Mrd. Dollar abschreiben, in Deutschland haben wir hier nur einige Fälle beschrieben. Und dies ist erst der Anfang einer gigantischen Wertberichtigung von Spekulationsblasen, die bar jeder demokratischen Entscheidung auf dem Rücken der Steuerzahler und Kommunen ausgetragen wird.
Lesen und verteilen Sie daher bitte zum Thema die folgende Zusammenfassung zur Bankenkrise von Werner Rügemer:
Virusinfektion oder entfesselte Kriminalität?
Wie die Banken nach der Immobilien-Spekulation auf Kosten der Gemeinschaft gerettet werden -
mit dem folgenden Fazit:
Der Staat bzw. einige Staatsvertreter geben hier zusammen mit ihren Freunden der Finanzwelt mit leichter Hand Milliarden aus, die für soziale Zwecke angeblich nicht vorhanden sind. Außerbilanzielle Geschäfte sind weiter möglich und üblich. Und der Gesetzgeber forciert weiter die Instrumente und Aktivitäten, die zu weiteren „Blasen“ und denselben Folgen führen: Nach der Förderung von Cross Border Leasing, der steuerlichen Begünstigung von Private Equity Fonds („Heuschrecken“), der Zulassung der Hedgefonds und der Gesetzgebung für steuerbegünstigte Immobilienfonds (Real Estate Investment Trusts, REIT) bereitet die deutsche Bundesregierung das Gesetz zur Vereinfachung von Public Private Partnership vor, nachdem der Bundestag mit großer Mehrheit 2005 bereits das PPP-Beschleunigungs-Gesetz beschlossen hat. Es handelt sich also um keine „Virusinfektion“, sondern um die bewußten Aktivitäten von Personen mit Name und Adresse. Business Crime ist auch State Crime. Mehrheiten in Parlamenten und Regierende im Staat organisieren die Enteignung von Bürgern und Kommunen mit, sie retten Spekulanten und verhelfen ihnen zu neuem gutem Ruf. Gleichzeitig stürzen sie die eigenen Bürger, auch ihre Wählerinnen und Wähler, in Armut. Die Arbeitslosen in die allgemeine Verachtung.
Somit ein weiteres Mal als Schlusssatz:
Wir wollen uns inzwischen gar nicht mehr des Eindruckes erwehren, der im Interview mit Werner Rügemer aufgeworfen wurde - das Land werde von Kriminellen, Gesinnungslosen und Geisteskranken regiert, die das öffentliche Eigentum im Dienste von Privatunternehmen zu ihren Gunsten und zu Lasten der Bürger kaputtsanieren, wir denken, dies ist so.
Und:
Der heutigen BRD mangelt es an Unabhängigkeit von eines anderen nötigender Willkür. Die heutige BRD ist keine Demokratie im freiheitlichen Sinne mehr.
PS: Wer an der Dramatik der oben geschilderten Tatsachen zweifelt, sollte sich dies zu Gemüte führen:
Plusminus, das ARD-Wirtschaftsmagazin, recherchierte zum Thema Immobilienkrise - Wie Banken ihre Kunden verkaufen
Verkaufte Bankkredite treiben immer mehr Immobilieneigentümer in Zwangsversteigerungen. Der Grund: Schuldenaufkäufer, sogenannte Finanzinvestoren, können ganz legal mehr als den eigentlichen Darlehenswert von Bankkunden verlangen, auch wenn diese immer ihre Raten pünktlich bezahlt haben. Gesetzeslücke - nur in Deutschland möglich.
Was kaum ein Kreditkunde weiß: Beim Darlehensverkauf ist die ursprünglich als Sicherheit für die Bank eingeräumte Grundschuld nicht an das Darlehen gebunden, sie bleibt während der gesamten Laufzeit des Darlehens in voller Höhe bestehen. Diese Grundschuld kann unabhängig vom eigentlichen Darlehen verkauft werden, zum Beispiel an Hedgefonds.
Diese können sie ad hoc und in voller Höhe einfordern! Zwangsvollstreckungsmaßnahmen von den neuen Investoren in Höhe der Grundschuld - und nicht nur in der Höhe des Darlehens abzüglich Zins und Tilgung zum Zeitpunkt des Verkaufs - sind bereits an der Tagesordnung, berichtet das ARD-Wirtschaftsmagazin Plusminus am Dienstag, 21.50 Uhr, im Ersten. Dass die Investoren nach geltendem Recht drei Jahre außerdem rückwirkend 18 Prozent auf die Grundschuld von Bankkunden einfordern dürfen, macht die Auswirkungen der Gesetzeslücke nach Aussage des Berliner Finanzrechtsexperte Prof. Hans-Peter Schwintowski dramatisch. Der Gesetzgeber müsse schnellstens reagieren, denn derzeit könnten Hedgefonds "auf diese Weise Leute von ihren Grundstücken entfernen..., die ordnungsgemäß ihre Kredite abzahlen."
"Plusminus" konkretisierte die Finanzverluste am Beispiel eines deutschen Bankkunden, dessen Kredit an einen amerikanischen Investor verkauft wurde: Statt der ursprünglich geschuldeten EUR 250.000 musste der dem Investor EUR 470.000 zurückzahlen.
Solche Opfer von Zwangsversteigerungen sind inzwischen in ganz Deutschland zu finden. "Die Betroffenen verlieren nicht nur ihre Immobilien, sondern meist auch die gesamte Existenz", so Kathy Thedens, Vorsitzende der Interessengemeinschaft der Bank- und Sparkassenkunden e.V. Justiz und Politik müssen sofort alle Vollstreckungen bei Forderungsverkäufen stoppen, bis eindeutige gesetzliche Regelungen geschaffen sind. Es muss jetzt gehandelt werden!" Für rund 20 Milliarden Euro haben deutsche Banken und Sparkassen Kredite an Schuldenaufkäufer, die meist keine Banken, sondern Hedgefonds sind, verkauft.
Originaltext: BR Bayerischer Rundfunk Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/7560 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_7560.rss2 Pressekontakt: BR Bayerischer Rundfunk Pressestelle Telefon: 089 / 5900 2176.
Original unter:
Original Video unter:
Wer nun wissen will, wer für diese sensationelle Enteignungsleistung verantwortlich zeichnet, erfährt dies mit dem Hinweis im Original "Plusminus" Beitrag:
Der Münchner Rechtsanwalt Ingo Schulz-Hennig bezeichnete die Grundschuld in der nicht-öffentlichen Anhörung vor dem Finanzausschuss des Bundestages vom 19.9.2007 als ein "gefährliches Instrumentarium". Banken würden ihre Kunden mit dem Verkauf ausliefern. Erst mit dem unter Rot/Grün verabschiedeten Vierten Finanzmarktförderungsgesetz aus 2002 wurde die Abtretung von Darlehensforderungen durch Banken an Investoren ohne Banklizenz möglich. Deshalb muss die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen heute tatenlos zusehen, wenn Kreditverkäufe in Milliardenhöhe bei ausländischen Investoren, sog. Heuschrecken, in Steuerparadiesen landen. Original unter: Insofern haben wir es unserem "Gazprom"-Schröder samt rot-grüner Koalition zu verdanken, das hier wohl wieder einmal im Zuge "der Verbesserung des Investitionsklimas" wesentliches übersehen wurde - macht ja nichts, der Ex-Kanzler wird wohl bei seiner jetzigen Einnahmesituation keine laufenden Kredite mehr haben.
Zum Thema gibt es schon eine Petitionsvorlage für den Petitionsausschuss, die Sie als Betroffener dringend unterzeichnen sollten:
Kreditwesen: Verkauf von Grundschulden und Darlehensforderungen Eingereicht durch: Dr. Josef Ernst am Freitag, 23. November 2007
Mit der Petition soll eine strengere gesetzliche Regelung für den Verkauf von Grundschulden und Darlehensforderungen durch Banken erreicht werden.
Begründung: Schuldenaufkäufer können nach einem Verkauf von Grundschulden und bei der Abtretung von Darlehnsforderungen durch Banken ganz legal mehr als den eigentlichen Darlehenswert von Bankkunden verlangen, auch wenn diese immer ihre Raten bezahlt haben. Denn beim Darlehensverkauf ist die ursprünglich als Sicherheit für die Bank eingeräumte Grundschuld nicht mehr an das Darlehen gebunden und kann getrennt verwertet werden. Dies kann von Darlehnsaufkäufern ausgenutzt werden und kann bei Kreditnehmern zu erheblichen Nachteilen, bis hin zum Totalverlust der mit der Grundschuld belasteten Immobilie führen. Ein wirksamer Rechtsschutz ist derzeit für die betroffenen Kunden nicht gegeben.
Original unter:
Wer für diese aktuelle Immobilienkrise bezahlen wird, ist somit mehr als klar! Wird Ihnen nun deutlich, was für eine „demokratische Politik“ wir zur Zeit erleben?
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