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80 Jahre Wuppertal
von Cross-Border 12.10.09, 23:18
Weil es so schön zur Zeit nach der Wahl passt, möchten wir hier noch unseren Leserbrief an die Wuppertaler Rundschau aus dem Juli dieses Jahres nachreichen, der natürlich nicht veröffentlicht wurde. Thema - 80 Jahre Wuppertal

Good Wuppertal, Bad Wuppertal  

Der Bundestag hat Anfang Juli das Gesetz zur Entsorgung risikoreicher Wertpapiere in so genannte "Bad Banks" beschlossen. Es soll den Geschäftsbanken und Landesbanken die Bereinigung ihrer Bilanzen ermöglichen.  

Hier kommt also die Steilvorlage der Bundespolitik für unsere verfahrene Stadtpolitik in Wuppertal - somit endlich die Lösung für unsere exorbitante Stadt-Verschuldung!  Analog zur genialen bundespolitischen Vorlage - die zur Kaschierung einer kontinuierlich steigenden Verschuldung dienen soll - möchten wir hier nun in unseren Stadtteilen zur Disposition stellen:  

80 Jahre Wuppertal sind genug - Freiheit für die Wuppertaler Stadteile!  


Überlassen wir doch per Bürgerentscheid all den "Berufspolitikern" wie aktuell unserem "Gute-Nachricht" Oberbürgermeister Peter Jung, dem "unverbesserlich genialem" Finanzjongleur Slawig, dem CDU Vorsitzendem Simon, dem SPD Vorsitzendem Reese, - der ohnehin inzwischen einer Partei ohne Aussage vorsitzt - , dem FDP Vorsitzendem Todtenhausen, dem Grünen Vorsitzendem Vorsteher, und all den von dieser Art Verschuldungs-Politik überzeugten Bürgern, einfach die Stadt als das "Bad Wuppertal", und proklamieren wieder die dann unabhängigen Stadtteile mit den von dieser Politik eben nicht überzeugten Bürgern als das "Good-Wuppertal" - schuldenfrei.   


Man könnte dabei nun auf die Idee kommen - "Die Ratten verlassen das sinkende Schiff" - Wikipedia liefert hier die Antwort:  "Der Ausspruch "Die Ratten verlassen das sinkende Schiff" ist eine Umschreibung der Tatsache, dass Ratten an Bord eines Schiffes versuchen, sich in Sicherheit zu bringen, wenn dieses - etwa aufgrund der Löcher, die sie selbst in den Rumpf genagt haben - unterzugehen droht. Der Sinn wird auf Menschen übertragen, die vor einer kniffligen oder gefährlichen Situation, die sie möglicherweise selbst verursacht haben, zu fliehen versuchen, wenn diese sich langsam abzeichnet."  

Somit gibt es nun in Wuppertal die Initative "Wuppertal wehrt sich" aller Parteien.

Wenn Sie sich daher die Antwort geben - "Das kann man doch nicht machen" - so verfügen Sie sicherlich noch über den gesunden Menschenverstand, haben sich dann aber gleichzeitig die Antwort auf die Qualität unserer derzeitigen Politik gegeben, und sollten sich somit fragen, ob nicht beim "Wahnsinn" dieser Politik ein "Good-Wuppertal" unter diesen Umständen doch Sinn macht.  

Ob nun durch Unverstand verursacht, durch eine falsche Gemeindereform bedingt, oder durch eine gewollte Schuldenpolitik forciert, am Ende hat die "Ratte" keine andere Wahl, als durch Flucht das sinkende Schiff zu verlassen - somit gibt es nun die "Bad Banks" - und vielleicht auch bald ein "Bad Wuppertal"?

Vielleicht bevorzugen Sie aber auch diesen Zustandsbericht Wuppertals aus der Feder von Jürgen Scheugenpflug. Den finden Sie hier.

Halten wir fest:

Wuppertal ist, wie der Name schon sagt, das Tal der Wupper mit ein paar Häusern darin, die mit der Garnnahrung zur Blütezeit kamen - wie man dem ersten Teil unseres Stadtwappens entnehmen kann.

Mit diesen Häusern haben sich dann in Folge Herrscharen von Architekten, Gutachtern, Beratungsagenturen, Investoren und Banken den Himmel auf Erden geschaffen, wie man dem zweiten Teil unseres Stadtwappens entnehmen kann. Leider wurde Wuppertal damit für die Wuppertaler Bürger mehr und mehr wieder zum Tal der Wupper, mit den darin befindlichen, inzwischen "unbezahlbaren" Ruinen oben genannter Bananenkultur und der höchsten Verschuldungsrate in NRW - wie man inzwischen selbst der bevorzugten Quelle unserer "DDR-Kanzlerin" entnehmen kann, der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft GmbH.

Aber, es ist wirklich schön an der Wupper - zumindest da, wo keine Häuser stehen - somit ist die Lösung vielleicht einfach die Renaturierung der Wupper - ohne die Ruinen - und die Bananen!

17.11.2009 - die "Bananen" scheinen wir wirklich nicht loszuwerden - inzwischen drehen uns der OB Jung und der Kämmerer Slawig ihr geniales Sparkonzept an, zu finden hier.

Wenn sie die Ursachen der Verschuldung der Stadt Wuppertal in diesem Sparkonzept verfolgen, werden Sie die mindestens 340 Millionen hausgemachter Schulden, auf dieser Webseite benannt, eben nicht mehr finden. Die Ursachen liegen natürlich, wie sollte es anders sein, außerhalb von Wuppertal.

Insofern stimmen wir dem Motto des Sparkonzeptes hier einmal uneingeschränkt zu:

Sparen, um zu gestalten

Nichts trifft den Sachverhalt besser.



Zum Sparkonzept finden sich übrigens weitere kreative Lösungsansätze, wie von OB Jung gewünscht, in dieser WZ-Umfage

Hier eine kleine Auswahl:

Baut an der schmalsten Stelle Wuppertals, zwischen Kiesberg und Nützenberg, eine Staumauer und lasst Wuppertal endgültig untergehen. Das gibt für die umliegenden Städte einen wunderschönen Freizeitsee. Dann könnten sich die Überlebenden mit einem Bootsbetrieb sogar noch ihren Lebensunterhalt verdienen. Ahoi

Also liebe Politiker, wenn ihr demnächst aus dem Fenster im Rathaus herausschaut und keiner mehr am Platz herumläuft, wundert euch nicht. Macht das Licht aus und geht gemütlich Heim.

Wenn die Streichliste verwirklicht ist, sollte man allen Wuppertalern 3x im Jahr ein Zugticket nach Düsseldorf spendieren, damit sie sich wenigstens hin und wieder eine richtige Großstadt ansehen können.

Auch in der Wuppertaler Rundschau finden sich einige kreative Beiträge:

Man könnte ein Regenschirmverbot in Wuppertal einführen und dessen Nichtbeachtung mit einem Verwarngeld von fünf Euro belegen. Die Überwachung des Verbotes könnten die lieben Radarwagenfahrer übernehmen, welche ja bekanntermaßen in großer Zahl und bei jedem Wetter im Überwachungsmobil sitzen. Sollte ein erwischter Regenschirmbenutzer das Verwarngeld nicht bezahlen, muss er zur Strafe mit dem Auto so lange durch Wuppertal fahren, bis er eine Strasse findet, in der es keine Baustelle gibt.

Warum geht die Stadt nicht in ein geordnetes Insolvenzverfahren, um anschließend gestärkt daraus hervorzugehen. Zum Beispiel, indem ein Nachfolgeunternehmen - zum Beispiel Neu-Wuppertal, gegebenenfalls unter Mehrheitsbeteiligung einer schuldenfreien Stadt wie etwa Langenfeld, Düsseldorf oder Dresden - gegründet wird.

Na, das kommt ja unserer Forderung nach Freiheit für die Wuppertaler Stadtteile schon recht nahe!
 
Kategorie Allgemeines



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